Programme national pour la protection,
la promotion et le soutien de l'allaitement maternel au Luxembourg
L'an
2006 a vu toute une série d'initiatives pour promouvoir l'alimentation
saine et l'activité physique dans notre population. En date
du 5 juillet 2006 la politique commune " Gesond iessen,
méi bewegen ", favorisant l'alimentation saine et l'activité
physique a été officialisée entre les Ministères de la Santé,
de l'Education Nationale et de la Formation Professionnelle,
de la Famille et du Département des Sports. Par cela les ministères
cité soulignent l'importance d'une démarche intersectorielle
et s'engagent à des actions concertées et durables en visant
des objectifs communs.
L'alimentation
saine commence le plus tôt possible dans la vie d'un enfant
par l'allaitement maternel exclusif pendant les 6 premiers
mois du bébé et la continuation de l'allaitement jusqu'à deux
ans ou plus accompagné par une alimentation complémentaire
sûre et adéquate.
Dans
le but de protéger, de promouvoir et de soutenir l'allaitement
de tous les bébés dans notre pays, d'améliorer les possibilités
d'allaiter de toutes les mamans et de contribuer au Programme
National pour l'Alimentation Saine et l'activité Physique
le Comité National Pour l'Allaitement Maternel a élaboré un
programme et plan d'action national pour la protection, la
promotion et soutien de l'allaitement maternel au Luxembourg,
que nous avons le plaisir de vous présenter. lire
plus
Dossier
de presse
Programme
national pour la protection, la protection, la promotion et
le soutien de l'allaitement maternel au Luxembourg 2006-2010
Ministère
de la Santé
Ried
vun der Initiativ Liewensufank
La
Leche Ligue
Association
luxembourgeoise des sages-femmes
Berufsverband
vun de Laktationsberoderinnen zu Letzebuerg
UNICEF
L'allaitement
maternel, ce qu'il y a de mieux!
Warum
Stillen das Beste ist!
Présentation
des consultations pour nourrissons
Presseerklärung:
Stillen ein wichtiger Beitrag zur neuen europäischen
Plattform für Ernährung
Stillen beugt Übergewicht vor
Am
15. März wird die europäische Kommission
zusammen mit dem luxemburgischen Gesundheitsminister Mars
di Bartolomeo stellvertretend für den Rat der europäischen
Gesundheitsminister die neugeschaffene Aktionsplattform über
Ernährung, Sport und Gesundheit vorstellen. Unter dem Impuls
der europäischen Kommission bringt diese Plattform alle Akteure
in diesem Bereich zusammen um gemeinsame oder individuelle,
freiwillige Aktionen durch zu führen. Hiermit soll dem zunehmenden
Übergewicht, besonders bei Kindern entgegen gewirkt werden.
In dieser Plattform sind die Mitgliedsstaaten, die Nahrungsmittelhersteller,
die Werbeverbände, die Zeitungsverleger, die Fernseh- und
Radiobetreiber, sowie auch Konsumentenschutzverbände und Nichtregierungsorganisationen
vertreten. Fettleibigkeit und Dicksein sind Risikofaktoren
für die Gesundheit und erhöhen das Risiko für folgende Erkrankungen:
Bluthochdruck, Diabetes, Schlaganfall, Atemwegserkrankungen,
Arthritis und verschiedene Krebserkrankungen. Eine schlechte
Ernährung und zu wenig sportliche Betätigung gehören zu den
Hauptursachen für vermeidbare Todesfälle in Europa und verursachen
Kosten im Gesundheitswesen. Auf Einladung der Plattform wird
eine Mitarbeiterin der Initiativ Liewensufank, stellvertretend
für die europäischen Vereinigungen zum Schutz, zur Förderung
und zur Unterstützung des Stillens daran teilnehmen im Namen
von IBFAN, dem internationalen Aktionsnetzwerk Babynahrung.
Sie wird dort die mannigfaltigen Studien bekannt machen, die
belegen, dass Muttermilchernährung die bestmögliche Ernährung
der Säuglinge und Kleinkinder darstellt. Maryse Lehners, Stillexpertin
und Laktationsberaterin bei der Initiativ Liewensufank betont:
"Einschlägige wissenschaftliche Studien belegen, dass gestillte
Babys später als Schulkinder oder Jugendliche weniger Übergewicht
haben. Die langfristigen, gesundheitlichen Vorteile des Stillens
zeigen, dass einst gestillte Babys später weniger an Bluthochdruck,
Diabetes und Atemwegserkrankungen leiden. Die Muttermilch
ist genau auf die Bedürfnisse des Säuglings abgestimmt, es
kommt nicht zu einer Überfütterung trotz der breit gefächerten
Norm der Gewichtszunahme bei gestillten Babys in den ersten
Lebensmonaten. Diese einzigartige Ernährung beeinflusst den
sich entwickelnden Stoffwechsel im positiven, artgerechten
Sinn. Es werden keine industriellen Geschmacksrichtungen vorgeprägt,
welche die spätere Nahrungsaufnahme beeinflussen könnten.
Die Nahrungsaufnahme des Säuglings ist selbstbestimmt und
nicht beeinflusst von vorgegeben Normtabellen oder zu großem
Loch im Sauger." Die Mitarbeiterin der Initiativ Liewensufank
wird darauf drängen, dass die Ende des Jahres erscheinenden
neuen Gewichtskurven für Babys, welche von der Weltgesundheitsorganisation
in einem mehrjährigen Forschungsprojekt quer über alle Kontinente
entwickelt wurden, so schnell wie möglich auch in Europa eingesetzt
werden. Dies ist sehr wichtig, da die aktuellen Gewichtstabellen
aus den Vereinigten Staaten Amerikas stammen (deren Gewichtsprobleme
hinlänglich bekannt sind) und die Gewichtsnormen von flaschengefütterten
Babys abgeleitet wurden. Der Vorbericht, der von der Weltgesundheitsversammlung
publiziert wurde, belegt, dass die Babys an einer falschen
Norm gemessen werden, die eine zu hohe Gewichtszunahme erwartet.
Diese falschen Gewichtsnormen und eine nicht restriktive Werbung
für Muttermilchersatzprodukte haben die Stillfähigkeiten von
vielen Frauen in Frage gestellt. "Hoffentlich wird in den
nächsten Jahren eine wissenschaftlich falsche Regelung der
EU umgeändert": unterstreicht Corinne Lauterbour, Hebamme
bei der Initiativ Liewensufank "Diese Richtlinie von 1991
über Muttermilchersatznahrung hat den Kalorienbedarf der weiblichen
Säuglinge (6 -12 Monate) um 15-17% überschätzt". (Seite 19-22,
Report of the Scientific Committee on Food on the Revision
of Essential Requirements of Infant Formulae and Follow-on
Formulae SCF/CS/NUT/IF/65 Final 18 May 2003
http://europa.eu.int/comm/food/fs/sc/scf/outcome_en.html
"Dies bedeutet, dass seit mehr als 15 Jahren weibliche Säuglinge,
die nach Packungsaufschrift und nach Empfehlung der Kinderärzte/ärztinnen
von ihren pflichtbewussten Eltern ernährt wurden, überfüttert
wurden. Da die Ernährung in den ersten Lebensmonaten oft die
Weichen stellt für den späteren Stoffwechsel und entsprechend
bedingte Krankheiten, ist heute noch unbekannt, bei wie viel
Mädchen hier der Grundstein zur Fettleibigkeit gelegt wurde."
Die Vertreterin von IBFAN bei der europäischen Plattform,
wird keine Probleme haben, hier eine Vielzahl von Aktionen
der Stillvereinigungen vorzustellen, welche alle den Zielen
der Plattform, dem vorbeugenden Gesundheitsschutz und einer
gesunden Ernährung gewidmet sind. IBFAN hofft aber, dass es
nicht bei diesen freiwilligen Aktionen bleibt, sondern dass
die Gesetzgeber, auf europäischer wie nationaler Ebene, Schritte
unternehmen um die Werbungseinschränkungen für Säuglingsnahrung
aus dem Internationalen Kodex, denen sie bei der Weltgesundheitsversammlung
zugestimmt haben, auch in europäisches und nationales Recht
umzusetzen. Auch Gesundheitsslogans für diese Nahrung werden
als Werbung gebraucht und untergraben das Stillverhalten und
das Vertrauen der Eltern, selbst geeignete Beikost für ihr
Baby herstellen zu können und sollten auf Wunsch vieler Verbraucherschutzverbände
in der demnächst verabschiedeten Richtlinie untersagt werden.
Kontakt: Initiativ Liewensufank Maryse Arendt:
Tel: 36059713 morgens
Eine gesunde Umwelt für unsere
Kinder.
Häufig gestellte Fragen und Antworten zum
Stillen in einer verschmutzten Umwelt.
Sollten Mütter
aufgrund der giftigen Chemikalien in unserer Umwelt beunruhigt
sein?
Ja, jeder sollte beunruhigt sein. Chemische
Rückstände verursachen gesundheitliche Schäden bei unseren
Kindern. Auf der ganzen Welt rufen Umweltaktivisten, Stillgruppen
und Gesundheitsgruppen dazu auf, sich für eine Beseitigung
der giftigen Chemikalien in unserer Umwelt einzusetzen. Würden
wir Neugeborene weltweit testen, würden wir als Resultat herausfinden,
dass in deren Körpern folgende chemische Giftstoffe nachweisbar
sind: Dioxine, Polychlorierte Biphenyle (PCB), Quecksilber,
Weichmacher (Phthalate), Pestizide, Flammschutzmittel, Bisphenol
A und andere gefährliche Stoffe. Diese chemischen Substanzen
passieren die Plazentaschranke und lagern sich schon während
der Schwangerschaft im Körper des Ungeborenen ab. In der Stillzeit
erreichen diese Substanzen den Säugling über die Muttermilch.
Babys und Kleinkinder sind diesen gefährlichen Stoffen weiterhin
ausgesetzt über die Verschmutzung von Luft, Wasser, Erde sowie
über die täglichen Produkte wie Teppiche, Kleidung, Möbel
und Haushaltsprodukte. Es ist wichtig, dass der Schadstoffeintrag
in unsere Umwelt reduziert wird, um die gesundheitlichen Risiken
für unsere Kinder in der Schwangerschaft, nach der Geburt
sowie für alle Menschen auf der Welt zu vermindern.
Faltblatt: Eine gesunde Umwelt für unsere Kinder
Towards Healthy Environments for Children
Frequently asked questions (FAQ) about breastfeeding
in a contaminated environment
Should
mothers be worried about toxic chemicals in the environment? Yes; everyone should be worried. Chemical contaminants are
causing harm to our children; environmental activists, breastfeeding
groups and health advocates worldwide are calling for the
elimination of toxic chemicals in the environment. If we were
to test infants born today, anywhere in the world, we would
find in them a body burden of industrial toxins including
dioxins, PCBs, mercury, phthalates, pesticides, flame retardants,
bisphenol A and other dangerous substances. These chemicals
pass through the placenta and into the fetus during pregnancy,
and through breastmilk after birth. Babies and toddlers continue
to be exposed to hazardous chemicals through contact with
air, water, soil and everyday products such as carpets, clothing,
furniture and household products. It is critical that chemical
residues be reduced in the environment to reduce both the
prenatal and postnatal health risks they pose to infants,
children and the general public.
Flyer: Towards Healthy Environments for Children
Europäischer Aktionsplan zum Stillen
Vorstellung in Dublin im Beisein von
zwei Luxemburgerinnen
Der Europäische Aktionsplan
zum Schutz, zur Förderung und
Unterstützung des Stillens in der EU wurde am 18. Juni
vom irischen Gesundheitsminister Michael Martin in Dublin
Castle, dem offiziellen Regierungssitz Irlands, vorgestellt.
Luxemburg war an diesem Treffen durch zwei Mitglieder des
nationalen Komitees zur Förderung des Stillens vertreten:
Frau Dr. Christiane Kieffer, Vertreterin der Gesellschaft
für Geburtshilfe und Gynäkologie und Frau Maryse Lehners,
Laktationsberaterin und Verantwortliche des UNICEF- Programms
der stillfreundlichen Geburtskliniken. Der Entschluss zu diesem
Aktionsplan gründete
auf den mannigfachen, wissenschaftlichen Beweisen, dass Schutz,
Förderung und Unterstützung des Stillens, eine der erfolgreichsten
und effizientesten Interventionen ist, um die aktuelle und
zukünftige Gesundheit der Kinder und ihrer Mütter zu verbessern
und die Gesundheitskosten zu senken. Der Aktionsplan ist das
Ergebnis eines von der europäischen Union geförderten Projekts,
koordiniert von Dr. Adriano Cattaneo vom Institut für Kindergesundheit
in Triest. Luxemburg war vertreten durch Maryse Lehners, welche
aktiv an der Erarbeitung des Aktionsplans beteiligt war. Die
Steigerung der luxemburgischen Stillraten in den letzten 15
Jahren durch vereinte Aktionen von Organisationen wie der
Initiativ Liewensufank und dem Gesundheitsministerium fand
Eingang in eines der Projektdokumente. Den Experten und Expertinnen
aus 28 Ländern mit ihren verschiedenen beruflichen Hintergründen
aus den Bereichen öffentliche Gesundheit, Medizin, Ernährung,
Pflege, Hebammenwesen, Still- und Laktationsberatung und Selbsthilfegruppen
für Stillen ist es gelungen eine wirksame Arbeitsgrundlage
für die öffentliche Gesundheit zu entwickeln. Der Aktionsplan
ist flexibel und kann an die verschiedenen nationalen oder
regionalen Gesundheitssysteme und ihre Funktionsweisen angepasst
werden. Der Aktionsplan stellt einen Fächer von Aktionen zusammen,
deren Wirksamkeit wissenschaftlich belegt ist in den Bereichen
Gesundheitsplanung, Strategieentwicklung, Aus- und Fortbildung
sowie Gesundheitsdienstleistungen in und außerhalb der Kliniken.
Es ist der ausdrückliche Wunsch des Projektteams, dass der
Aktionsplan umgesetzt
wird und dass seine Umsetzung die nötigen finanziellen Mittel
erhält um europaweit eine Erhöhung der Stillanfangsraten,
der Stilldauer und des vollen Stillens, gemäß den Empfehlungen
der Globalen Strategie zur Baby- und Kleinkindernährung der
Weltgesundheitsorganisation, zu erreichen.
Weltstillwoche 2006
Stillen schützt - Schützt das Stillen 25
Jahre internationaler Kodex zum Schutz des Stillens
Jedes Jahr organisiert die World Alliance for
Breastfeeding Action (WABA) die Weltstillwoche, die weltweit
in 120 Ländern begangen wird. Zum Schutz des Stillens wurde
vor 25 Jahren der Internationale Kodex zur Vermarktung von
Muttermilchersatzprodukten von den Mitgliedsländern der WHO
beschlossen, da die weit verbreitete Werbung für Flaschennahrung
Mütter und Fachpersonal falsch informiert und das Stillen
negativ beeinflusst. Der internationale Kodex ist weltweit
gültig.
Die diesjährige Weltstillwoche möchte darauf
aufmerksam machen, dass die Werbung für Flaschennahrung strengen
Auflagen unterliegen soll. Es steht außer Frage, dass Flaschennahrung
in bester Qualität für jene Kinder zur Verfügung stehen soll,
die nicht gestillt werden. Kritisch zu hinterfragen sind jedoch
das Ausmaß, die Intensität und die Strategien, mit denen von
den Firmen in allen Bereichen des Gesundheitswesens für Flaschennahrung
geworben wird.
Stillen schützt
Durch die optimale Zusammensetzung der Muttermilch
und ihre wertvollen Immunstoffe erkranken gestillte Kinder
seltener an Mittelohrentzündungen und an anderen Infekten,
sie haben weniger Durchfallerkrankungen, weniger Allergien
und ein geringeres Risiko, später übergewichtig zu werden.
Die durch Muttermilch bewirkte Stimulierung des Immunsystems
führt zu einem Langzeitschutz bis ins Erwachsenenalter. Studien
zeigen, dass die körperliche und geistige Entwicklung von
gestillten Kindern besser verläuft. Durch den intensiven Kontakt
mit der Mutter fühlt sich das Baby sicher und geborgen und
das Urvertrauen wird gestärkt. Stillen ist auch für Frauen
mit gesundheitlichen Vorteilen verbunden: die Gebärmutter
bildet sich schneller zurück, das Risiko später an Brustkrebs
zu erkranken, wird gesenkt und die Stillhormone unterstützen
eine Frau bei ihrer Rolle als Mutter.
Stillen schützen
Die allermeisten Frauen sind in der Lage, ihre
Babys ausreichend zu stillen, wenn sie gut unterstützt werden.
Stillen ist wohl natürlich, nicht immer ist es einfach. Entscheidend
für eine gute Stillerfahrung ist eine stillfreundliche Betreuung
in der Geburtsklinik, richtige Informationen und Anleitung
und vor allem eine fachkundige Unterstützung bei auftretenden
Problemen.
In luxemburgischen Geburtenabteilungen werden
in dieser Hinsicht zunehmend Bemühungen unternommen und in
den letzten Jahren konnten beachtliche Fortschritte erzielt
werden. Auch Mütter, die nur kurz oder eingeschränkt stillen
können, profitieren von guter Stillberatung, da Stillen auch
schon im geringsten Ausmaß viele Vorteile bringt. Und dennoch
gibt es bezüglich der Stillberatung und Nachbetreuung noch
viel zu verbessern. Immer wieder berichten Frauen, dass sie
teilweise uneinheitliche und widersprüchliche Anleitungen
haben.
Nachteile und Risiken der Flaschennahrung
"Die Risiken der Flaschennahrung werden aus
Angst vor Schuldgefühlen meist tabuisiert. Die Eltern haben
ein Recht auf vollständige Informationen, um eine sachlich
fundierte Entscheidung treffen zu können", sagte Dr. Birgit
Streiter, Ärztin anlässlich einer Pressekonferenz in Österreich.
Flaschennahrung wird aus Kuhmilch hergestellt,
auch die so genannten "Hypoallergene Nahrungen". Alle wichtigen
Immunstoffe, Hormone, Wachstumsfaktoren und Enzyme sind nicht
in der Flaschennahrung und können auch nicht zugesetzt werden.
Mögliche Fehler in der Zubereitung und mangelnde
Hygiene, verunreinigtes Wasser und in Ausnahmefällen sogar
Krankheitserreger im Milchpulver selbst, stellen zusätzliche
Gesundheitsrisiken für Babys dar.
Der internationale Kodex
Jedes Land hat sich bei der Weltgesundheitsversammlung
im Jahre 2002 dazu verpflichtet, die Globale Strategie zur
Säuglings- und Kleinkindernährung umzusetzen und einen nationalen
Aktionsplan zum Schutz, zur Förderung und zur Unterstützung
des Stillens zu entwickeln. Der internationale Kode ist eins
dieser Elemente. Teile daraus sind in eine europäische Richtlinie
eingeflossen und sind in der luxemburgischen Gesetzgebung
verankert.
Der Internationale Kodex zur Vermarktung von
Muttermilchersatzprodukten wurde 1981 verabschiedet und seither
durch weitere Resolutionen präzisiert und ergänzt. Der Internationale
Kodex verbietet eine Reihe von Vermarktungsstrategien, die
das Stillen untergraben. Viele Firmen verstoßen gegen diese
Vorschriften, um mehr Muttermilchersatzprodukte, Flaschen,
Sauger und Schnuller verkaufen zu können.
Hier die Hauptpunkte:
- keine Werbung in der Öffentlichkeit
- keine Proben an Mütter, auch nicht über Gesundheitspersonal
- kein direkter Kontakt der Firmen zu den Müttern (keine
Telefonhotline, keine Briefe)
- keine Geschenke (z.B. Kalender) an Mütter oder Gesundheitspersonal
- keine Sonderverkäufe, Rabatte oder sonstigen Kaufanreize
- keine idealisierenden Darstellungen in Wort und Bild
auf den Verpackungen oder in Informationsmaterialien zur
Säuglingsernährung
- keine kostenlosen oder verbilligten Lieferungen an Kliniken
Informationen für Gesundheitspersonal sollte
nur Fakten und wissenschaftliche Informationen enthalten Auch
in Luxemburg werden immer wieder Verstöße festgestellt und
die Babynahrungsindustrie lässt sich immer neue Strategien
einfallen, um ihre Produkte zu vermarkten. So wird das Internet
als extraterritorialer Raum genutzt, um Eltern zu erreichen
und zu desinformieren oder auf subtile Art das Vertrauen der
Frauen in ihre Stillfähigkeit zu untergraben.
Eine Klinik, Arztpraxis oder Säuglingsberatungsstelle,
die das Stillen schützt, fördert und unterstützt, "
- acht keine Werbung für Säuglingsnahrungsfirmen.
- hat keine Broschüren, Poster, Kugelschreiber, Terminzettel
usw. mit Firmenlogo. " macht keine Werbung für künstliche
Säuglingsnahrung und verteilt keine Proben. " nimmt keine
Geschenke für das Personal an.
- hat Mitarbeiter/innen deren Wissen zum Stillen auf dem
letzten Stand ist und kompetent in der Stillberatung ist.
Kompetente Stillberatung außerhalb der Kliniken
ist bei der Initiativ Liewensufank und der La Leche League
möglich. Die "Baby hotline" der Initiativ Liewensufank ist
über die Nummer 360598 jeden Morgen erreichbar (hier können
auch Beratungstermine oder ein Doula-Besuch vereinbart werden.
Ein Anrufbeantworter nimmt Mitteilungen außerhalb dieser Zeiten
entgegen und eine kompetente Mitarbeiterin ruft zurück). Die
La Leche Liga Luxemburg kann für telefonische Beratungen unter
der folgenden Telefonnummer erreicht werden 26710543. Auch
im Internet www.lalecheleague.lu
Weltstillwoche 2005
Gesunde Ernährung von Anfang an
Stillen und Familientisch - liebevoll, gesund
und frisch.
Was ist die Weltstillwoche?
Die Weltstillwoche (WSW) ist die größte gemeinsame
Aktion aller stillfördernden Gruppen. Sie wird jedes Jahr
in über 120 Ländern begangen. In Luxemburg wird sie vom 3.
- 9. Oktober 2005 veranstaltet.
Das Thema der diesjährigen Woche lautet: Gesunde
Ernährung von Anfang an.
Was wird empfohlen?
Zuerst 6 Monate ausschließlich stillen, dann
neben geeigneter Beikost weiter stillen bis zum Alter von
2 Jahren und darüber hinaus - das empfehlen die Weltgesundheitsorganisation
(WHO), UNICEF und andere Gesundheitsorganisationen in aller
Welt für den besten Start ins Leben.
Die diesjährige Weltstillwoche will zum einen
auf die 6 Monate ausschließlichen Stillens aufmerksam machen
und zum anderen dazu beitragen, dass der Übergang vom ausschließlichen
Stillen zum Teilstillen plus gemeinsamem Familienessen liebevoll
und fürsorglich geschieht.
Stillen nach 6 Monaten
Auch nachdem die feste Beikost mit dem Löffel
eingeführt wurde, bleibt Muttermilch für Kinder nach dem sechsten
Lebensmonat eine wichtige Nahrungsquelle. Im Durchschnitt
erhalten Babys im Alter von 6 - 8 Monaten etwa 70 Prozent
ihres Energiebedarfs aus der Muttermilch, 55 Prozent im Alter
von 9 - 11 Monaten und 40 Prozent im Alter von 12 - 23 Monaten.
Muttermilch ist außerdem eine Hauptquelle für Proteine, Vitamine,
Mineralien und essentielle Fettsäuren und ist eine nährstoff-
und energiereiche Nahrung, die mehr Kalorien und Nährstoffe
pro Milliliter enthält als die meisten anderen Nahrungsmittel.
Die Herausforderung besteht darin, andere Kost so hinzu zufüttern,
dass sie die Muttermilch ergänzt und nicht ersetzt.
Beikost
Nahrungsmittel und Getränke, die zusätzlich
zur Muttermilch gegeben werden nennt man "Beikost".
Die optimale Gabe von Beikost
beginnt zur rechten Zeit, also nach dem 6.Lebensmonat, so
dass sie nicht die Vorteile des Stillens beeinträchtigt,
ist ernährungsphysiologisch angemessen und bietet die Energie
und Nährstoffe, die ein Baby im Alter von über sechs Monaten
benötigt,
ist sicher, das heißt sie wird unter hygienischen Bedingungen
zubereitet und gefüttert,
berücksichtigt den Entwicklungsstand und die Bedürfnisse
des Kindes.
Eisen und Zink sind die Nährstoffe, die am
ehesten knapp werden können. In manchen Gegenden der Welt
muss auf eine ausreichende Versorgung mit Vitamin A, B-Vitaminen,
Vitamin C, Folsäure und Kalzium geachtet werden.
Familientisch
Im Alter zwischen 6 und 24 Monaten wachsen
Kinder schnell, aber ihre Mägen sind noch relativ klein,
ungefähr so groß wie die Faust des Kindes. Während dieser
Zeit brauchen sie besonders nahrhaftes Essen, das eine große
Menge Nährstoffe in kleinen Mengen Nahrung enthält - also
Essen mit großer Nährstoffdichte.
Am Familientisch werden in den meisten Haushalten
überall in der Welt die Kleinkinder mit denselben Nahrungsmitteln
gefüttert, wie sie auch der Rest der Familie isst. Das soll
nicht bedeuten, dass Babys direkt vom ausschließlichen Stillen
dazu übergehen können, genau dasselbe zu essen wie der Rest
der Familie. Ältere Babys brauchen die "besten Stücke" des
Familienessens, wie z.B. Gemüse, Obst, Getreide, Bohnen
und Fleisch, so verändert (also püriert, gehackt, aufgeweicht
usw.), dass sie den Essfähigkeiten der Babys entsprechen.
Im Alter von 12 Monaten sind die meisten
Kinder körperlich in der Lage, Speisen von der gleichen
Konsistenz zu essen wie auch die anderen Familienmitglieder.
Unter manchen Umständen mögen es die Familien vorziehen,
nahrhaftes und gesundes Essen für die älteren Babys separat
zuzubereiten.
Kommerziell hergestellte Babynahrung, die
mit angemessenen Mengen an Zusätzen von Vitaminen und Mineralien
angereichert ist, kann praktisch und bequem sein. Allerdings
sollten Kinder auch frisch zubereitete Nahrung erhalten
und Gelegenheit bekommen, den Geschmack verschiedener Lebensmittel
kennen zu lernen. Gläschennahrung und Fertigbreie sind Konserven
und enthalten möglicherweise unangemessene und überflüssige
Füllstoffe und Additive. Darüber hinaus ist es eine unnötig
teure Art, ältere Babys und Kinder zu ernähren, die sich
Familien nicht überall auf der Welt leisten können.
Ein liebevoller Übergang
Der Beginn der Gabe von Zusatznahrung zur
Muttermilch leitet beim Baby eine neue Phase seiner sozialen,
emotionalen und Verhaltensentwicklung und seiner Beziehung
zu den Eltern und anderen Betreuern ein. Das Füttern bietet
Gelegenheiten zur Entwicklung von kommunikativen Fähigkeiten,
motorischer Geschicklichkeit und Hand-Auge-Koordination.
Die Konsistenz und die Zusammensetzung der Nahrung, die
Art, wie sie gegeben wird, und die Mengen, die angeboten
werden, müssen sich mit der Zeit verändern. Währenddessen
wachsen die Kinder und lernen, wie sie das Essen im Mund
herumbewegen können. Sie lernen zu kauen, das Essen oder
einen Löffel selbst festzuhalten und nach und nach auch
selbständig mit den Fingern und dem Löffel zu essen.
Wie soll das Kind gefüttert werden?
Betreuer sollen den Kindern beim Essen helfen
und sie zum Essen ermuntern, ohne dabei Zwang auszuüben,
wobei langsam und geduldig gefüttert und mit verschiedenen
Speisen experimentiert wird, während Ablenkungen möglichst
gering gehalten werden. So wird die Essenszeit zu einer
Zeit des Lernens und der liebevollen Zuwendung. Beikost
und fortgeführtes Stillen sind Teil eines liebevollen Übergangs
vom ausschließlichen Stillen zur Teilnahme am Familienessen.
Weitere Informationen: baby hotline 36 05
98
In der Weltstillwoche veranstaltet die Initiativ
Liewensufank folgenden Vortrag mit einer Hebamme und erfahrenen
Mutter:
Beikost-Ab wann? Was?
Ab wann soll ein Baby zusätzlich zur Muttermilch
feste Nahrung bekommen? Was reicht man als erstes Gemüse
und Obst? Wann sollte das Baby Getreide bekommen? Wie gestaltet
sich der Übergang zur Familienkost? Diese und viele andere
Frage beschäftigen junge Eltern und werden in diesem Vortrag
beantwortet.
Am 5.10.2005 um 10 Uhr in der Beratungsstelle
für Schwangerschaft, Geburt, Stillen und Elternschaft, 20
rue de Contern in ItzigTel: 36 05 98 / info@liewensufank.lu
Weltstillwoche 2004
Was ist die Weltstillwoche?
Die Weltstillwoche (WSW) ist die größte gemeinsame
Aktion aller stillfördernden Gruppen. Sie wird jedes Jahr
in über 120 Ländern begangen. In Luxemburg wird sie in der
ersten Woche im Oktober veranstaltet.
Thema der diesjährigen Weltstillwoche
Die diesjährige Weltstillwoche zielt darauf
ab, mehr Menschen über die Wichtigkeit des ausschließlichen
Stillens zu informieren und den Müttern zu helfen, es umzusetzen.
Wichtig ist in diesem Zusammenhang die neue Globale Strategie
der WHO zur Ernährung von Säuglingen und Kleinkindern, die
in vielen Ländern gerade umgesetzt wird. Die Vorteile des
Stillens enden nicht mit dem 6. Lebensmonat. WHO und UNICEF
empfehlen, neben der Gabe von Beikost bis zur Vollendung des
zweiten Lebensjahres und darüber hinaus zuzustillen.
Ausschließliches Stillen ist sicher.
Muttermilch ist viel mehr als nur Nahrung.
Sie enthält Immunglobuline, die Infektionen wie z.B. Durchfallerkrankungen
und Lungenentzündungen verhindern und bekämpfen. Stillen verringert
die Gefahr dass Allergien oder Asthma auftreten und senkt
das Risiko, später an Diabetes zu erkranken.
Ausschließliches Stillen ist gesund.
Muttermilch enthält genau die richtigen Mengen
an Kalorien, Eiweiß, Vitaminen und anderen Nährstoffen, die
das Baby braucht. Künstliche Säuglingsnahrungen enthalten
Nährstoffe in anderer Zusammensetzung und anderer Qualität.
Nur zu stillen, ist nachhaltig.
Stillen trägt zur persönlichen und nationalen
Ernährungssicherheit bei. Eine Mutter kann fortwährend gute
Milch produzieren, egal was sie selbst isst. Das Land hat
den Vorteil gesünderer Einwohner und geringerer Ausgaben im
Gesundheitssystem.
6 Monate ausschließlich stillen
Die meisten Kinder werden nicht voll gestillt.
Weltweit werden durchschnittlich - auch in den ersten 4 Monaten
- nur 39% aller Babys voll gestillt. Sie erhalten möglicherweise
- noch vor dem Stillbeginn Flüssigkeit oder künstliche
Nahrung
- Muttermilchersatznahrung, wie künstliche Babynahrung,
Kuhmilch oder die Milch anderer Tiere, flüssige Breie, Tees
oder Säfte;
- frühe Beikost, also feste Nahrung, schon mit 2, 3 oder
4 Monaten.
Muttermilch enthält jedoch alles, was das
Baby in den ersten 6 Lebensmonaten normalerweise benötigt.
Auch in heißen Gegenden muss nicht zusätzlich Wasser gegeben
werden. Um sicher zu sein, dass das Kind genug Milch bekommt,
ist es ratsam, dass eine Mutter
- zuversichtlich ist, dass ihre Milch die beste und gesündeste
für ihr Baby ist
- bald nach der Geburt mit dem Stillen beginnt,
um die Milchproduktion zu stimulieren.
- dafür sorgt, dass das Kind richtig angelegt ist,
so dass es wirkungsvoll saugen kann.
- das Baby häufig saugen lassen, wann immer es möchte,
Tag und Nacht. "Stillen nach Bedarf".
- das Baby bei jedem Stillen so lange trinken lassen,
wie es möchte.
Ein Baby, das zusätzliche Nahrung bekommt,
ist weniger hungrig und trinkt geringere Mengen aus der Brust.
Dann produziert die Mutter weniger Milch. Die fremde Nahrung
erhöht nicht die Trinkmenge des Babys, sondern ersetzt die
Muttermilch. Das Kind bekommt dann weniger Muttermilch und
gedeiht nicht so gut. Es kann sogar Durchfall bekommen oder
an Gewicht verlieren.
Mit Hilfe und Unterstützung können Mütter
den Goldstandard, das ausschließliche Stillen, erreichen!
Mütter brauchen eine stillfreundliche Umgebung,
korrektes Wissen und Selbstvertrauen, um erfolgreich stillen
zu können.
- Politisch Verantwortliche müssen sicherstellen, dass die
Politik die Globale Strategie verfolgt und ausschließliches
Stillen fördert;
- Gesundheitspersonal muss die Globale Strategie befolgen
und Mütter beim Stillen unterstützen: vor, während und nach
der Geburt. Die Globale Strategie schließt die Initiative
"Stillfreundliches Krankenhaus" mit ein.
- Die Gesellschaft soll ebenso wie Arbeitgeber und Familienangehörige
über Stillen Bescheid wissen und Mütter dabei unterschützen,
es zu tun.
- Mütter können sich z.B. in Stillgruppen gegenseitig unterstützen.
Mütter können die gesellschaftlichen Verhältnisse gemeinsam
verändern.
Stillförderung in Luxemburg
Seit Jahren beteiligt sich die Initiativ Liewensufank,
neben der alltäglichen Information und Beratung werdender
und junger Eltern zum Thema Stillen, aktiv an allen Maßnahmen,
die das Stillen fördern können. So haben Fachfrauen der Organisation
bereits 1991die Broschüre "Stillen von A-Z" verfasst, die
mittlerweile in 7. Auflage in deutsch und in französisch vom
Gesundheitsministerium herausgegeben wird. Die Nationale Stillkommission,
in der auch die Initiativ Liewensufank vertreten ist, wurde
vom Gesundheitsminister eingesetzt mit dem Auftrag zur Stillförderung
in Luxemburg. Verschiedene konkrete Ergebnisse dieser Arbeit
können sich sehen lassen.
So sind bereits 2 Kliniken in Luxemburg (Maternité
Grande-Duchesse Charlotte und die Entbindungsstation der Klinik
St. Joseph in Wiltz) mit dem Unicef-Label "Stillfreundliches
Krankenhaus" ausgezeichnet worden.
Die Studie übers Stillen, deren Ergebnisse
dieses Jahr vorgestellt wurden, zeigt insgesamt eine steigende
Tendenz der Stillfrequenz und der Stilldauer. Allerdings ist
auch deutlich geworden, dass weitere Maßnahmen notwendig sind,
um ein längeres ausschließliches Stillen zu erreichen. Im
Auftrag der Nationalen Stillkommission hat die Initiativ Liewensufank
daraufhin eine Stillbroschüre geschrieben mit dem Titel "Ja,
ich stille noch", deren Themenschwerpunkt vor allem Fragen
sind, die das längere Stillen betreffen, diese Broschüre ist
ab sofort bei der Initiativ Liewensufank erhältlich (Tel:
36 05 98).
Weitere Maßnahmen auf verschiedenen Ebenen
werden geplant, damit die Empfehlungen der WHO zum Stillen
auch in Luxemburg Wirklichkeit werden.
Anläßlich des Weltstilltages am 1. Oktober
wird es eine Telefonhotline von 8-20 Uhr unter der Nummer
36 05 98 zur Stillberatung geben. Mehr dazu erfahren Sie aktuell
in der Tagespresse und im Radio.
Mitgeteilt von der Initiativ
Liewensufank
Weltstillwoche 2003
Stillen in einer globalisierten Welt ein weltweites
Thema - lokale Aktionen
Die Weltstillwoche (WSW) ist eine von WABA
organisierte und von UNICEF und der Weltgesundheitsorganisation
unterstützte, weltweite Kampagne, um die öffentliche Aufmerksamkeit
und Unterstützung für das Stillen zu erhöhen. Mehr als 120
Länder beteiligen sich an der Veranstaltung . In Europa findet
sie dieses Jahr vom 29. September bis zum 5. Oktober statt.
Jedes Jahr wird im Rahmen der Weltstillwoche
ein wichtiges Thema aufgegriffen, um das Stillen zu schützen,
zu unterstützen und zu fördern.
In diesem Jahr ist das Augenmerk der 12. Weltstillwoche
aktuell nach der Versammlung der Welthandelsorganisation in
Cancùn auf die Globalisierung gerichtet.
Globalisierung ist ein vielseitiges und manchmal
schwer zu fassendes Konzept, für das es keine einheitliche
Definition gibt. Sie wird beschrieben als die Intensivierung
der weltweiten sozialen Beziehungen, die entfernte Orte so
miteinander verbindet, dass lokale Ereignisse durch weit entfernte
Ereignisse mitgestaltet werden und umgekehrt. Das Ergebnis
dieser Vernetzung kann sowohl positiven als auch negativen
Einfluss auf das Stillen haben. Der gängige Trend der Globalisierung
basiert vorwiegend darauf, eine einzige von transnationalen
Konzernen und Finanzmärkten beherrschte globale Wirtschaft
zu strukturieren. Globalisierung gestaltet zunehmend eine
Welt, in der Handelsabkommen, die Prioritäten der Welthandelsorganisation
(WTO) und die wirtschaftlichen Interessen multinationaler
Konzerne vorherrschen. Diese sind gegenüber den Regierungen
nicht mehr länger verantwortlich und lassen die Bedürfnisse
von Müttern und Kindern unbeachtet.
In einer globalisierten Welt sehen sich Gesetzgeber
bei der Umsetzung des Internationalen Kodex zur Vermarktung
von Muttermilchersatzprodukten und nachfolgender relevanter
Resolutionen der Weltgesundheitsversammlung (WHA) neuen Hindernissen
gegenüber. Die sich ausbreitende Privatisierung von Gesundheitsversorgung
und Krankenhäusern wird Gewinne über die öffentliche Gesundheit
und stillfreundliche Praktiken stellen.
Eltern, Frauengruppen, Gesundheitsfachleute,
Institutionen und Umweltnetzwerke haben aber Möglichkeiten
um sicherzustellen, dass der Schutz der Gesundheit von Kindern
und Kleinkindern durch das Stillen gesichert bleibt.
Es gibt die Globale Strategie für Kinder und Kleinkinderernährung,
die 2002 von der WHO Vollversammlung einstimmig verabschiedet
und von UNICEF angenommen wurde. Die Strategie gibt einen
universalen Rahmen für Aktionen, um den Herausforderungen
zu begegnen, die das Stillen betreffen. Die Globale Strategie
hält fest, dass Handelsabkommen und Prioritäten der Welthandelsorganisation
sich nicht über die Bedürfnisse von Mutter und Kind hinwegsetzen
dürfen und dass die Regierungen ihr Engagement bei der Umsetzung
des Internationalen Kodex zur Vermarktung von Muttermilchersatzprodukten
und nachfolgenden relevanten WHA Resolutionen fortsetzen müssen.
Wir können mobilisieren. Heute können Individuen
und Koalitionen ihre Kräfte wie nie zuvor über den Globus
hinweg vereinen, ihre Besorgnis äußern, Bewusstsein wecken
in der Bevölkerung und darauf bestehen, dass Politiker und
Gesetzgeber sich mit wichtigen Themen beschäftigen.
Forscher können auf unabhängiger Forschung
bestehen, die verlässliche Informationen zur Verfügung stellt,
wenn Mütter mit schwierigen Entscheidungen zur Kinderernährung
angesichts von Aids konfrontiert sind. Eltern können überall
auf der Welt die Stärke und Freude gegenseitiger Unterstützung
zeigen.
Die Initiativ Liewensufank wird im Sinne der
Weltstillwoche ihre nationalen Aktivitäten wie
- Telefonische und persönliche (auch zuhause) Information
und Beratung stillender Frauen (Tel: 36 05 98,
e-mail: info@liewensufank.lu)
- Erstellen und Verteilen von Informationsmaterial über
Stillen und Beikost
- Sensibilisierung der Öffentlichkeit im Sinne einer Stillkultur
- Mitarbeit in der Nationalen Stillkommission
- Fortbildungen für Gesundheitspersonal
- Mitarbeit in der Umsetzung des Konzepts der stillfreundlichen
Kliniken mit Engagement und Zielstrebigkeit weiterführen
Sie wird aber auch vermehrt in internationalen Gremien vertreten
sein
- um auf europäischer Ebene bei der Überarbeitung der Direktiven
zur Säuglingsnahrung den Schutz des Stillens zu garantieren
- um auf europäischer Ebene in Zusammenschluss mit Vertretern
aus Wissenschaft und Medizin ein europäisches Stillförderungskonzept
auszuarbeiten
- um auf europäischer Ebene bei der Direktive über chemische
Produkte die strikte Reglementierung oder ein Verbot für
langlebige, im Körper sich anreichernde chemische Substanzen
zu erwirken, um die nachfolgenden Generationen schon vor
einer pränatalen Kontaminierung zu schützen
- um in Versammlungen der Weltgesundheitsorganisation und
des Codex Alimentarius den Schutz des Stillens aktiv zu
verteidigen.
Übersetzung des Originaltextes von Waba (World
Aliance for Breastfeeding Action) von Ute Renköwitz,
Bearbeitung Maryse Lehners

Einführung in die Rubrik Stillen
Mit dieser Rubrik (gibt es übrigens auch
als Büchlein, das Sie bei uns bestellen
können) wollen wir allen Frauen, die stillen möchten,
die Informationen und die nötige Hilfe anbieten, damit
sie einen guten Stillbeginn haben und eventuell auftretende
Schwierigkeiten im Laufe der Stillzeit überwinden können.
Die vorliegende überarbeitete und aktualisierte
Ausgabe von "Stillen von A bis Z" berücksichtigt
neueste wissenschaftliche Erkenntnisse über das Stillen.
Die weltweite Förderung des Stillens findet Beachtung,
vor allem die Innocenti Deklaration, welche festlegt, welche
Schritte von den Regierungen unternommen werden sollen, um
Bedingungen zu schaffen, die es den Frauen ermöglichen,
ihr Baby bis zum sechsten Lebensmonat voll zu stillen und
das Stillen zusätzlich zu geeigneter Beikost über
das erste Lebensjahr hinaus fortzusetzen.
Erfreulicherweise hat die Stillfrequenz in
den letzten Jahren zugenommen und die bessere Information
der werdenden und jungen Mütter und ihrem familiären
und gesellschaftlichen Umfeld liefert eine gute Basis für
erfolgreiches Stillen. In diesem Sinne stellt auch "Stillen
von A bis Z" eine Quelle dar, aus der Sie viele wichtige
Informationen schöpfen können.
Sie können sie in Ruhe während der
Schwangerschaft durchlesen und bei Bedarf während Ihrer
Stillzeit wieder nachschlagen.
Die nächste Seite 'Vorteile'
enthält Grundlegendes zum Thema Stillen, 'Stillen
von A-Z' führt alle wichtigen Informationen in alphabetisch
geordneten Stichwörtern auf. Einige wichtige Adressen
finden Sie auf der Seite 'Nützliche
Adressen'.
Oft finden Sie im Text einen Pfeil ( ).
Das bedeutet dass unter diesem so gekennzeichneten Stichwort
wichtige Ergänzungen zu finden sind.
Die Autorinnen wünschen Ihnen und Ihrem
Baby eine schöne Stillzeit.
Vorwort
Liebe Mütter,
Muttermilch ist bekanntlich die beste und gesündeste
Nahrung die Sie Ihrem Baby geben können. Die zahlreichen
Vorteile des Stillens auf die Gesundheit, sowohl des Kindes
wie der Mutter, werden immer häufiger durch wissenschaftliche
Studien belegt.
Deshalb gehören Information und Aufklärung
über das Stillen seit langem zur Gesundheitspolitik des
Gesundheitsministeriums.
Mit der Ernennung eines Nationalen Stillkomitees,
hat sich Luxemburg der Innocenti Deklaration von WHO und UNICEF
angeschlossen, und erklärt sich somit bereit Bedingungen
zu schaffen, die das Stillen fördern und die es den Müttern
ermöglichen, ihre Säuglinge vier bis sechs Monate
zu stillen.
Auch unterstützt das Gesundheitsministerium
die Initiative "Babyfreundliches Krankenhaus" der
UNICEF/WHO, dessen Hauptziel es ist, die Bindung zwischen
Mutter und Kind zu stärken und den Müttern in ihrer
Entscheidung zu stillen beizustehen.
Alle diese Maßnahmen haben dazu geführt,
dass die Stillrate und die Stilldauer sich in Luxemburg deutlich
erhöht haben.
Um diese erfreuliche Entwicklung weiterhin
zu unterstützen, wurde die Broschüre "Stillen
von A bis Z", die von der Initiativ Liewensufank zusammengestellt
wurde, ganz überarbeitet und den neuesten wissenschaftlichen
Kenntnissen angepasst.
Diese erweiterte und attraktive Neuauflage
steht jeder schwangeren oder stillenden Mutter zu Verfügung,
als wertvolles Hilfsmittel und praktischer Ratgeber, damit
das Stillen für Sie und Ihr Baby ein schönes und
harmonisches Erlebnis wird.
Der Gesundheitsminister,
Carlo Wagner
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