Einfluss von Depressionen des Vaters auf das Verhalten der
Kinder
In dieser englischen Studie
wurden 8 Wochen nach der Geburt ihrer
Kinder bei 13.000 Müttern und Vätern depressive Symptome nach
der Edinburg Skala zur Bestimmung der postnatalen Depression
evaluiert. Die Väter wurden kurz vor dem zweiten Geburtstag
ihrer Kinder noch einmal beurteilt. Das Benehmen der Kinder
wurde mit 3,5 Jahren untersucht.
10% der Mütter und
4% der Väter zeigten eine postnatale Depression. Diese Studie
konnte zum ersten Mal beweisen, dass genau wie Depressionen
bei Müttern auch die väterliche Depression eine Auswirkung
auf die emotionale Entwicklung und das Verhalten der Kinder
hat. Es konnte auch gezeigt werden, dass die Verhaltensauffälligkeiten
bei kleinen Jungen ausgeprägter waren als bei Mädchen, wenn
der Vater depressiv war. Diese Studie beweist, dass
Kinder sensibel auf ihre Väter reagieren.
Paternal Depression
May Hinder Children's Early Development Paul Ramchandani,
Alan Stein, Jonathan Evans, Thomas G O'Connor, and the ALSPAC
study teamLancet. 2005; 365:2201-2205
Neue Zahlen zum Elternurlaub
Die Caisse Nationale des Prestations Familiales
(CN PF) hat uns auf Anfrage aktuelle Zahlen zum Elternurlaub
(03.03.2006) mitgeteilt. Insgesamt nimmt die Zahl der Eltern
zu, die sich für den Elternurlaub entscheiden. Waren es 2002
nur 2300 Väter oder Mütter, so befanden sich im Februar 2006
insgesamt 3194 in Elternurlaub. 1875 Eltern davon haben sich
für die Vollzeitvariante entschieden,
1319 nahmen Teilzeit-Elternurlaub. Den ersten Elternurlaub
nahmen 92 Väter (41 in Vollzeit und 51 in Teilzeit) und 2188
Mütter (1420 in Vollzeit und 768 in Teilzeit), den zweiten
Elternurlaub nahmen 619 Väter (257 in Vollzeit und 362 in
Teilzeit) und 158 Mütter (72 in Vollzeit und 86 in Teilzeit).
Der Anteil der Väter, die
Elternurlaub nahmen, liegt im Vergleich zu den Müttern damit
bei 23 %. Auffallend ist auch, dass 80% der Väter den zweiten
Elternurlaub nehmen und 95% der Mütter den ersten. Bei der
Wahl zwischen Vollzeit- oder Teilzeit-Elternurlaub gibt es
ebenfalls geschlechtsspezifische Unterschiede: die Väter haben
eher Teilzeit- Elternurlaub (58% der väterlichen Elternurlaube)
als die Mütter (36%). Positiv ist, dass der Anteil der Väter
weiter am steigen ist. So waren im Dezember 2001 nur 304 Väter
im Elternurlaub, im Februar dieses Jahres sind es immerhin
711 Väter.
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