Ambulante Geburt

Immer mehr werdende Eltern machen sich Gedanken über eventuelle Alternativen zu der üblichen Klinikgeburt mit stationärem Aufenthalt auf der Wochenbettstation.
Eine gute Möglichkeit bietet die ambulante Geburt.

Was heißt ambulante Geburt?

Ambulante Geburt bedeutet, dass die Geburt in der Klinik stattfindet und die Eltern mit dem Baby die Klinik bald (bis spätestens am 4. Tag nach  der Geburt)  verlassen. Treten während oder nach der Geburt irgendwelche Umstände auf, die ein Verbleiben in der Klinik erfordern, so ist auch ein Wochenbettaufenthalt in der Klinik noch garantiert.

Die ambulante Geburt kann Vorteile haben:

  • Nach dem Erlebnis der Geburt, ein gemeinsam erlebtes Wochenbett in der Intimität und Geborgenheit der gewohnten Umgebung
  • Keine Klinikroutine für Baby, Mutter, Vater und Geschwister
  • Intensive, persönliche Begleitung durch eine im Idealfall vor der Geburt bekannte Hebamme
  • Optimaler Stillbeginn
  • Stärkung der Eigenkompetenz des Paares in ihrer neuen/erweiterten Elternrolle
  • Gleiche „Startchancen“ im Umgang mit dem Neugeborenen für den Vater und die Mutter

Was ist Wochenbettnachsorge?

  • Regelmäßige Hausbesuche durch die Hebamme bis zum 10.Tag nach der Geburt.
  • Kompetente Überwachung der Rückbildung und des Gesundheitszustandes von Mutter und Kind
  • Information über Stillen und Babypflege
  • Liebevolle Pflege und Beratung in der sensiblen ersten Phase nach der Geburt

Was muss beachtet werden?

  • Ihr Gynäkologe sollte von Ihrer Absicht  unterrichtet sein.
  • Sie sollten bereits vor der Geburt Kontakt zu einer freiberuflich tätigen Hebamme aufnehmen. Eine Beratung bei der Hebamme in der Schwangerschaft übernimmt die Krankenkasse. Kontaktieren Sie den Hebammenverband (www.sages-femmes.lu) oder fragen Sie Ihren Gynäkologen nach den entsprechenden Kontaktadressen.
  • Ein Kinderarzt muss die erste Vorsorgeuntersuchung vornehmen bis 48 Stunden nach der Geburt, meist erfolgt diese noch in der Klinik. Für die zweite Vorsorgeuntersuchung (fünfter bis zehnter Tag nach der Geburt) vereinbaren Sie einen Termin in der Praxis oder einen Hausbesuch. Der Bluttest (Guthrietest), der für den dritten Tag nach der Geburt vorgesehen ist, wird von der betreuenden Hebamme zu Hause vorgenommen.
  • Für die Rundumversorgung von Mutter und  Kind sollten ebenfalls andere Personen zur Verfügung stehen: der Partner, Familienangehörige oder Freunde.

Gut zu wissen:

  • Wenn Sie die Entbindungsstation bis zum vierten Tag nach der Geburt (Tag der Geburt des Kindes zählt als Tag 0) verlassen, handelt es sich um eine ambulante Geburt. Eine Hebamme kann zu Ihnen bis zum zehnten Tag nach Hause kommen. Diese Kosten für diese Besuche werden von der Krankenkasse getragen.
  • Nach dem 10. Tag oder wenn Sie nach dem 4.Tag die Entbindungsstation verlassen, wird nur eine Beratung durch eine Hebamme von der Krankenkasse übernommen.
  • Mit einem ärztlichen Rezept können die Beratungen auch nach dem 10. Tag weitergeführt werden.