Die Endscheidung für oder gegen das Stillen wird von der Milchindustrie beeinflusst

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Am 23. Februar 2022 erschien ein neuer Bericht mit dem Titel „How the marketing of formula milk influences our decisions on infant feeding“ (Wie die Vermarktung von Muttermilchersatzprodukten unsere Entscheidungen über die Ernährung von Säuglingen beeinflusst).
Dieser Bericht fasst die Ergebnisse einer von WHO und UNICEF in Auftrag gegebenen Mehrländerstudie zusammen, in der die Auswirkungen der Vermarktungsstrategien der Säuglingsnahrungshersteller auf Entscheidungen und Praktiken der Säuglingsernährung untersucht wurden.
Diese Studie – die bisher umfangreichste ihrer Art – deckt die aggressiven Marketingpraktiken der Muttermilchindustrie auf. In dem Bericht wird aber unter anderem auch aufgezeigt welche Maßnahmen erforderlich sind, um Kinder und Familien zu schützen.
Der im Jahre 1981 verabschiedet Internationale Kodex der Weltgesundheitsversammlung ist ein für die Vermarktung von Muttermilchersatzprodukten wegweisendes Abkommen. Doch ausbeuterische Vermarktungspraktiken werden unter Missachtung des Kodexes fortgesetzt. Nur 25 Länder hätten den Verhaltenskodex von 1981 über die Vermarktung von Babynahrung weitgehend umgesetzt, hatte die WHO 2020 berichtet. Deutschland gehört nicht dazu.
Einsehen kann man den Bericht über diesen Link: https://apps.who.int/iris/rest/bitstreams/1411756/retrieve

Deutsche Kurzfassung: Spiegel.de, 23.02.2022 www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/who-kritisiert-skrupelloses-marketing-bei-babynahrung-umsatz-der-hersteller-fast-verdoppelt-a-83f3db49-96da-4d1a-9cf5-ce567d5afe15
www.unicef.de/informieren/aktuelles/presse/2022/aggressive-werbung-fuer-milchpulver-beenden/262660
Original: www.who.int/publications/i/item/9789240044609

Aus der Rubrik « Neues aus der Wissenschaft » unserer Elternzeitschrift « baby info » 1/2022

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