Die weibliche Genitalverstümmelungen – eine neue Studie

Über 230 Millionen Mädchen und Frauen weltweit sind von weiblicher Genitalverstümmelung (FGM) betroffen – eine schwere Verletzung der Rechte von Kindern und Frauen. Trotz internationaler Bemühungen ist diese Praxis in verschiedenen Regionen weiterhin verbreitet.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert FGM als jede nicht medizinisch notwendige teilweise oder vollständige Entfernung oder Verletzung der weiblichen Genitalien. Die Folgen sind gravierend und reichen von akuten gesundheitlichen Komplikationen bis zu langfristigen physischen und psychischen Schäden.

Eine neue UNICEF-Luxemburg-Studie (April 2026) liefert erstmals Schätzungen zur Situation im Land: Rund 3.300 Mädchen und Frauen in Luxemburg sind betroffen oder gefährdet, darunter etwa 1.100 Mädchen unter 20 Jahren.

Die Studie basiert auf aktuellen Daten und einer speziell für Luxemburg entwickelten Methodik. Ergänzend enthält sie 20 Empfehlungen zur Stärkung der Prävention, Versorgung, rechtlichen Rahmenbedingungen sowie der Datenerhebung und Forschung im Bereich FGM.

Diese Studie wurde mit finanzieller Unterstützung der Œuvre Nationale und von Foyer realisiert.

 

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